We live in crazy times

Wir leben in verrückten Zeiten

Ich frage mich in letzter Zeit oft, wie Menschen sich in bestimmten Zeiten gefühlt haben müssen, kurz bevor die Welt, wie sie sie kannten, zerbrochen ist. Sind sie zu Hause geblieben und haben der Dinge geharrt, die da kommen mögen? Oder haben sie weitergemacht wie immer und sind fröhlich einkaufen gegangen?

Ich bin weit davon entfernt, Panik schüren zu wollen oder den Weltuntergang zu beschwören. Doch in dem Jahr 2016 sieht man sich plötzlich mit derartigen Fragen konfrontiert – und dann fragt man sich mit einem Mal, ob alles gut werden wird, weil man es mit 27 Jahren noch nicht anders erlebt hat, oder ob man sich in einer dieser „Übergangszeiten“ befindet, auf die Unheil folgt.

Nach der Aufregung über den Brexit möchte ich mich auch nun nicht dem Abgesang auf die USA anschließen. Auch, wenn sich als Deutscher der Satz „so schlimm wird’s schon nicht werden“ eigentlich auf ewig verbietet – dieses Mal hoffe ich sehr darauf.

Schockiert, aber nicht überrascht

Der am Dienstag gewählte Präsident hat keinesfalls meine Zustimmung, versteht mich nicht falsch. Das Ergebnis hat mich schockiert, wenn auch nach eineinhalb Jahren in Texas nicht wirklich überrascht. Ich habe die Faktenresistenz und die Bildungsferne vieler US-Bürger (auch mit Studienabschluss), verbunden mit der Wut auf das Establishment in persönlichen Gesprächen selbst erlebt.

Vielleicht werden Ereignisse in der Welt wie der Brexit in Großbritannien und die Präsidentschaftswahl in den USA auf mich als Deutsche persönlich keine weitreichenden Folgen haben. Doch es tut mir Leid für Zeitzeugen wie meine Großmutter, die sich sicher wundert, wie ein Volk erneut einem Demagogen folgen konnte. Die sich sicher fragt, wie es sein kann, dass in der Türkei ungehindert eine Diktatur aufgebaut wird, und die Leute immer noch unbeschwert ihren Pauschalurlaub dorthin buchen. Menschen, die immer noch unter uns sind, haben Dinge erlebt, die offensichtlich bereits aus dem Bewusstsein gelöscht sind.

Eigentlich ist das hier ein positiv gestimmter Modeblog und das wird es auch bleiben. Doch gegenwärtig mache ich mir auch viele Gedanken abseits von Mode – und bin damit übrigens in Gesellschaft. Von diesen Modebloggern findet ihr auch Beiträge zu den aktuellen Geschehnissen in den USA:

Sarah von Sariety

Luise von Kleinstadtcarrie

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We live in crazy times

The last days I often ask myself how people in specific periods of time must have felt like, shortly before the world as they knew it broke apart. Did they stay at home and waited for the things to come? Or did they go on with their lives and went happily shopping in the city?

I am far away from stirring up panic or believing in the apocalypse. But in a year like 2016 you start being .confronted with questions like this – and you start asking yourself if everything will be good in the end because with your 27 years you haven’t experienced anything else – or if you are actually living in one of these “transition periods” which are followed by disaster.

After all the media hype about the Brexit I don’t want to participate in all the swan songs about the USA. Even if the sentence “I don’t believe that it is going to be that bad” should be strictly forbidden for every German – this time I am truly hoping for it.

Shocked but not suprised

Don’t get me wrong, the elected president does not have my approval. The election result shocked me a lot, even if it did not really surprise me after a year and a half in Texas. I experienced the ignorance of facts, the uneducation of many Americans (even with a college diploma) and the anger of the establishment in several discussions myself.

Perhaps the events in the worlds like the Brexit in Great Britain and the presidential election in the USA won’t effect me as a German personally. But I am sorry for contemporary witnesses like my grandmother who is surely wondering why people could fall for a demagogue again. Who is surely asking herself how Turkey can undisturbedly establish a dictatorship – and people still book their vacation trips into that country. Humans who are still with us have experienced horrors that are obviously already forgotten.

Originally this is a happy fashion blog and it will stay this way. However, currently I am concerned about many things that are not connected to fashion – and I have company, there are several fashion bloggers who wrote about what happened in the US.

TheWhiteHouse

What is your opinion about all that? Let me know!

See you soon

♡ Kristina

 

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