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Monday Musings #7: More Reality, please!

Deutsch

Nahbarkeit und Realität

Ich blogge nicht nur selbst gerne, sondern lese auch aufmerksam zahlreiche Blogs. Vorwiegend naheliegenderweise Modeblogs. Dass sich die Outfits häufiger gleichen, stört mich übrigens nicht. Schließlich ist das nicht nur auf Blogs so, sondern auch in Zeitschriften, in den Geschäften und auf der Straße. Ein Modetrend ist ein Trend, weil ihn eben viele tragen – und ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie er von jedem einzelnen interpretiert und umgesetzt wird.

Was mich an Blogs fesselt und zu einem begeisterten Leser macht, sind jedoch nicht nur die Outfits. Mich interessieren spannende, persönliche Geschichten dahinter. In Schlagwörter ausgedrückt: Nahbarkeit und Realität. Ich fiebere mit, wenn jemand über seine anstehenden Prüfungen oder die Wohnungssuche schreibt und bewundere den Mut, wenn eine Bloggerin den Vorhang des perfekten Scheins lüftet und ihren Kampf gegen schwere Krankheiten schildert.

Die eben angesprochenen Geschichten jenseits des Mainstreams findet ihr übrigens u.a. bei:

Lotta von Lotta-Love

Dany von Dany à la Carte

Mallory von Sweet&Sauer

Wann sind Statussymbole der hauptsächliche Inhalt geworden?

Keine ähnlichen Outfits langweilen mich, aber das immer stärkere Zuschaustellen von Statussymbolen. Ich finde es schön zu lesen, wenn jemand sich nach einer anstregenden Phase in seinem Leben mit einem neuen Kleidungsstück belohnt und eine Designerhandtasche auf seinem Blog vorstellt, auf die lange gespart wurde. – Und ich liebe hochwertige Handtaschen! Scrolle ich allerdings durch Instagram sind die teuren Labels so allgegenwärtig, als gäbe es Diorschuhe zum Sale bei H&M. Doch sehen wir der Realität mal ins Auge: Auch kein hart arbeitender Akademiker kann sich jeden Monat die neueste Gucci- oder YSL-Bag kaufen, geschweige denn den einen Monat auf die Malediven fliegen und den anderen nach Bali. Irgendwann muss das Geld schließlich verdient werden und dann gibt es ja auch noch so unglamouröse Dinge wie Miete und Versicherungen zahlen.

Auf die Spitze getrieben wird diese Entwicklung natürlich mal wieder auf Instagram. Sollte dies eigentlich ein mit seinen interessanten Bildern inspirierender Kanal sein, der Spaß macht, bemerke ich, wie bei mir immer öfter das Gegenteil der Fall ist. Ich möchte jetzt gar nicht das Thema “Scheinwelt Instagram” vertiefen, das wurde mittlerweile von anderen schon mehr als getan. Doch als ich gelesen habe, dass Instagram die Plattform ist, die nach deren Benutzung am ehesten dazu führt, dass junge Menschen sich depressiv und einsam fühlen, habe ich mich nicht gewundert (ihr findet den Artikel dazu hier). Sind doch viele Inhalte weit jenseits der Lebensrealität vieler Menschen.

Ich fände es sehr bedauerlich, wenn die Blogosphäre der Modeblogger nur noch ein Tummelplatz gelangweilter reicher Ehefrauen und Vollzeitbloggerinnern mit großen PR-Agenturen im Rücken ist.

 

Wir können selbst entscheiden

Das soll jetzt keine Geringschätzung der Arbeit o.g. Bloggerinnen sein (es gibt auch viele Vollzeitbloggerinnen, die ich sehr schätze, da sie mich mit ihren tiefgründigen Texten begeistern). Das Gute ist, dass wir schließlich selbst entscheiden können, welche Inhalte wir auf Social Media konsumieren. Ich halte es da ganz wie Yasmin von Inlovewith, die mir mit diesem (hier geht es zu “Wann ist dieser Instagram-Lifestyle zwischen Gucci Bags und 10. Work Trip im Monat eigentlich zut Norm geworden“) sehr ähnlichen Beitrag zuvor gekommen ist, und folge derartigen Accounts einfach nicht (mehr). Auch, wenn ich gerne hin und wieder träume:

Ich bin keine Millionärstocher und musste für alles, was ich erreicht habe, arbeiten. Permanent einen Lifestyle vorgehalten zu bekommen, der für mich nie realistisch sein wird? Darauf habe ich keine Lust mehr!

Shop my Look

shirt: Zaful c/o (get it here)

shorts: Esmara (get it here)

sandals: Steve Madden (get similar here)

Bis bald

♡ Kristina

PS: Mein T-Shirt und meine Shorts gibt es für ingesamt nur 20 Euro!

English

More personal Stories

I not just love to blog myself but also really enjoy reading a lot of other blogs. Which is a little obvious: mainly fashion blogs. The fact that the outfits often look alike does not bother me. After all, if there are fashion trends you will most probably see them not just in blogs but also in magazines, in the stores and on the street. A trend is a trend because many follow it – and I like to see the different interpretations of bell sleeves or mom jeans.

However, what makes me an enthusiastic reader, why I follow blogs are not just the outfits. I’m interested in exciting, personal stories behind the façade. To name it: Personality. I cross my fingers when someone is writing about her upcoming exams or her search for a new appartment. I admire it when someone has the guts to tell about her fight against a serious illness.

The stories I’m talking about you find for example here:

Lotta at Lotta-Love

Dany at Dany à la Carte

Mallory at Sweet&Sauer

When did status symbols become the main content?

I’m not bored by trends and similar outfits but by the increased presenting of status symbols. It’s totally okay to read that someone treats herself after a tough phase in life with a new piece of clothing. It is okay if a blogger presents a designer handbag she has saved for. – And I do love designer handbags! In reality luxury brands are rare, we admire them in the shopping windows and save for them. Scrolling through Instagram the luxury labels are so omnipresent as if Dior was on sale at H&M. But let’s face it: The reality is that not even a hard working academic can buy a Gucci or YSL bag every month, let alone flying to the Maledives or to Bali every two weeks. Somehow the money has to be earned and there are unglamourous bills such as rent and insurances.

As mentioned before, Instagram is the peak of the iceberg. It should be an inspiring channel with interesting photos that are fun. Very often it’s quite the contrary. I don’t want to get deeper into the topic how fake Instagram is, there was already too much written about it. But when I read that Instagram is the social media channel that is the most likely to lead to depression and the feeling of loneliness I wasn’t surprised (you can find the English written article here) since a lot of the most successful content is far away from the reality of most people.

It would be so sad if this development went on and the fashionblogger blogosphere becomes solely a place for bored rich housewives and full-time bloggers supported by mighty PR agencies.

We can decide

I don’t want to disregard the work of other bloggers (there are full-time bloggers who do great work and inspire me with their profound texts). The good thing is that we can decide for ourselves which content we consume on social media. So I find myself unfollowing accounts that are just about Gucci and Chanel. Although I like to dream:

I’m not a millionaire’s daughter and had to work for everything I’ve archieved. To permanently see a lifestyle that will never be realistic for me? I don’t want that anymore.

Shop my Look

shirt: Zaful c/o (get it here, btw Zaful is celebrating its anniversary with great discounts!)

shorts: Esmara (get it here)

sandals: Steve Madden (get similar here)

See you soon

♡ Kristina

14 Comments

  1. 2017-06-12 / 10:10

    Super super super cooler Beitrag! Ehrlich ich sehe das im Moment auch so – dieser ganze Luxus Lifestyle reist mich einfach nicht mehr mit und bewegt mich eher dazu den Influencern zu entfolgen als alles andere. Das ist einfach nicht das reale Leben.

    Ich klick mich jetzt auch direkt mal durch deine Links – die Artikel klingen ja alle super interessant.

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

  2. 2017-06-12 / 17:18

    Very cute and summery outfit! The earrings are a nice touch too!

  3. 2017-06-13 / 7:23

    Great article You are right that expensive things often block fantastic people on blogs, but many people can not identify with them because they do not have enough money. Cool is that thanks to the blogs I was able to meet many fantastic people whom I would most probably not meet.
    Today’s styling is great, cool, holiday. You smile beautifully, you see that it is your time.
    Have a nice day
    Ela
    http://www.themomentsbyela.pl

  4. 2017-06-13 / 12:48

    Das T-Shirt ist einfach DER Hingucker! Richtig toll kombiniert!

    Und du hast Recht mit dem ganzen Bloggerbusiness ist es schon ein wenig bedenklich geworden… Aber Instagram ist noch viel schlimmer habe ich das Gefühl

    Liebe Grüsse
    Michaela
    Michaelablog
    Bloglovin

  5. 2017-06-16 / 18:17

    Du hast natürlich recht damit, dass man diese Dinge nicht konsumieren muss. Es gibt genug Accounts auf Instagram, die das ganz normale Leben abbilden. Jeder muss selbst wissen, wie er damit umgeht. Mich spornen solche Dinge eher an, mich weiterzuentwickeln. Ich finde es nicht verwerflich, seinen erarbeiteten Erfolg selbst zu feiern und sei es auch mit Statussymbolen zu krönen. Selbst wer wenig Geld hat, belohnt sich doch gerne hin und wieder mit einer schönen Sache. Jeder wie er will. Letztlich finde ich Zusammenhalt unter Familie und Freunden wichtig, sonst bringt mir eine Gucci-Bag auch nix, nicht wahr?

    Ich bin übrigens ganz verliebt in dein T-Shirt! Richtig süß 🙂

    Komm gut ins Wochenende
    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

    • Kristina
      2017-06-16 / 18:34

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar liebe Eve! Du hast völlig Recht, man kann solche Bilder auch als Ansporn nehmen, hart zu arbeiten. Natürlich belohne ich mich auch gerne mal mit einem Designerteil 🙂
      Liebe Grüße ♡Kristina

  6. 2017-06-18 / 11:35

    Ich hab Yasmins Post schon total gerne gelesen und konnte ihn nur so unterschreiben! Ich bin genauso, ich will auf Instagram Dinge sehen, die mich inspirieren, die ich mir evtl. auch nachkaufe. 10 Guccibags mit verschiedenen Outfits kombiniert interessieren mich eher nicht so, kommt für mich eh nicht in Frage.
    Da folge ich lieber Leuten, die mal ihre ehrliche Meinung schreiben, oder was sie grade am Tag erlebt haben. Das ist doch viel interessanter 🙂
    Liebe Grüße,
    Leni 🙂
    http://www.sinnessuche.de

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