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Monday Musings #4: Big City Girl und Dorfmädchen

Monday Musings #4: Big City Girl und Dorfmädchen

Deutsch

“You can take me out of the country But you can’t take the country out of me, no cause I’m still the girl from Golden. Had to get away so I could grow. But it don’t matter where I’m goin’ I’ll still call my hometown home”

Diese Textzeilen gehören zu meinen liebsten, sie sind übrigens von Kacey Musgraves aus dem Song “Dime Store Cowgirl”. Irgendwie konnte ich auch nie wirklich der Kleinstadt entfliehen – nach dem Abi wollte ich unbedingt in die große, weite Welt. Doch es hat nur bis Ulm, dann Regensburg und schließlich in die texanische Provinz gereicht. Danach ging es zurück in Deutschland nach Ingolstadt, auch nicht wirklich der Nabel der Welt. Besonders, da ich in einem recht ländlichen Stadtteil wohne.

Der Trubel der Stadt und die Ruhe Zuhause

Doch meine Sehnsucht ist weniger geworden – ein Grund ist wahrscheinlich, dass ich Mitten im Zentrum von München arbeite. Ich genieße den Kontrast zwischen dem Trubel der Stadt und der Ruhe Zuhause. In der Mittagspause kann ich bei jeder erdenkliche Marke shoppen gehen. Indisch, thailändisch, italienisch, japanisch, bayrisch etc. etc. essen gehen. Ich gehe an Pegida-Demonstrationen und Weihnachstgesängen auf dem Marienplatz vorbei, laufe Lothar Matthäus über den Weg und sehen jeden Tag Streetstyle, der mich inspiriert.

Zuhause sind Felder und Wälder, durch die ich mit meiner Hündin streifen kann. In Jogginghose und ungeschminkt genieße ich die Ruhe und die Natur. Ich kann abschalten, uneitel sein und mich daran erinnern, worauf es ankommt im Leben. Ich kann auf meiner Terrasse sitzen und davon träumen, irgendwann ein Haus zu bauen.

FOMO oder: Angst das Leben zu verpassen

Die Großstadt kann Menschen verändern. Hat man auf dem Dorf Angst das Leben zu verpassen, Angst, dass es unbemerkt an einem vorbeizieht, ist in der Stadt plötzlich alles auf einmal greifbar: die angesagten Parties, Restaurant- und Gallerieeröffnungen. In diesem Leben kann man sich leicht verlieren. Menschen, die einem früher wichtig waren und dieses Leben nicht verstehen, können einem entgleiten. Und doch kann ich ohne diese Vielfalt nicht leben. Ich möchte die Möglichkeit haben, Kinofilme im O-Ton zu sehen. In Museen zu gehen. Bei COS, &other Stories und unendlichen weiteren Marken sowie Kaufhäusern und Boutiquen einzukaufen. Delikatessenläden und die schon genannten Restaurants besuchen zu können. In einer Kleinstadt fernab von allem würde ich wohl eingehen wie die meisten meiner Zimmerpflanzen.

Habe ich mich in der texanischen Kleinstadt noch so abgeschirmt von allem gefühlt, kann eine Millionenstadt hin und wieder auch eine Reizüberflutung sein. Das Geschenkekaufen kurz vor Weihnachten war eine Geduldsprobe in langen Schlangen und sicherlich nichts für Menschen mit Phobien vor großen Ansammlungen. Hinzu kommt leider die Angst vor Anschlägen, die zwar nicht dauerpräsent ist, dennoch seit Berlin fest im Hinterkopf sitzt. Jeden Tag bin ich am Hauptbahnhof, jeden Tag am Marienplatz oder Stachus.

Ich möchte es nicht mehr missen einen Fuß in beiden Welten zu haben. Die Balance sorgt dafür, dass jeder Ort seinen Reiz nicht verliert.

Bis bald

♡ Kristina

PS: Diesen Text habe ich noch während meines Praktikums in München geschrieben, dass mittlerweile vorbei ist. Momentan arbeite ich an meiner Masterarbeit und bin gespannt, wohin mich die nächste berufliche Reise führen wird.

English

“You can take me out of the country But you can’t take the country out of me, no cause I’m still the girl from Golden. Had to get away so I could grow. But it don’t matter where I’m goin’ I’ll still call my hometown home”

These lyrics belong to my favorites, you can hear them in the song “Dime Store Cowgirl” by Kacey Musgraves. Perhaps I can relate to these words because I never really made it out of the small town – after highschool I desperately wanted to see the big wide world. However I just moved to Ulm, then Regensburg and finally the Texan province. After my experience abroad (which was great, don’t get me wrong) I returned to Ingolstadt, Germany which is not really the center of the world. Especially because I’m living in a rather rural area.

The hustle and bustle in the city and the relaxation at home

However, my longing for living in a big city became less. I guess the reason is that I’m working in the center of Munich. I enjoy the contrast between the hustle and bustle of the city and the relaxation at home. In the lunch break I could shop every brand you can imagine. Eat Indian, Thai, Italian, Japanese or Bavarian food…I pass demonstrations and Christmas markets on the Marienplatz and see streetstyle everyday that inspires me.

At home are fields and forests where I can walk my dog. In sweatpants without make-up I enjoy the silence and the nature. I can relax, be unpretentious and remember what really counts in life. I can sit on my patio and dream of building a house with a backyard someday.

The fear of missing out

A big city can change people. If you feared on the countryside to miss on life, if you fear that life just passes by, in a big city suddenly  everything seems to be available: the hot parties, restaurants and gallery openings. In this life you can easily loose yourself. People who were important to you und don’t understand this life could slip out of our hands. And still I cannot live without this variety. I do want to have the opportunity to watch movies in the original language. To go to museums. To shop at all the brands I like. Visit delicatessen shops and the exotic restaurants I like. In a small town far away from everything I would die like most of my houseplants.

Whereas in a Texan small town I felt shielded from everything, a city of over a million inhabitants can feel like too much. Buying Christmas presents shortly before Christmas was a test of patiences in long lines. I cannot recommend it to people with agoraphobia. Additionally comes the fear of terrorist attacks, although not omnipresent, I’ve thought about it more often since the incident in Berlin. Everyday I pass the Munich mainstation and the most famous places like the Karlsplatz.

I don’t want to miss it anymore to have my foot in both worlds. Because of this balance I can appreciate the city as well as the countryside.

See you soon

♡ Kristina

 

 

24 Comments

  1. 2017-05-22 / 9:00

    Du siehst so toll aus! Das Kleid ist ja ein Traum und steht dir wirklich sehr gut! 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Melanie
    http://settarious.at

  2. 2017-05-22 / 19:17

    Ich kann das “Hinundhergerissensein” so gut nachvollziehen, kann mich auch einfach nicht entscheiden. Ich komme aus einer kleinen Stadt relativ nah an Hamburg, bin dann nach Berlin gegangen, um jetzt denke ich wieder zurück in eine kleinere Stadt zu ziehen. Bin gespannt, wo es mich hinverschlägt. 🙂
    xx

    https://summerlights-skye.blogspot.de

  3. LA EDGE
    2017-05-22 / 23:26

    SO GOREGOUS WE LOVE YOUR BLOG AND YOUR STYLE SO ELEGANT AND CLASSY! Keep up the amazing work!
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  4. 2017-05-23 / 9:04

    Love that dress with those boots – gorgeous!

  5. Amy-Anne Williams
    2017-05-23 / 11:14

    I like how you say you’d rather not miss a bit from either life. I was brought up in a city, but I now live in the countryside, and I think both experiences are very important, as they both offer different things. Beautiful photos.

    Amy;
    Little Moon Elephant

  6. 2017-05-23 / 18:47

    Ich kann dich verstehen, mich zieht es auch oft in die Großstadt. Ich wohne ja in einem Ort mit ca. 3000 Einwohnern, da geht keine Party ab 😀 . Genauso froh bin ich aber nach ein paar Tagen in größeren Städten, wieder zu Hause zu sein. Es hat alles seine Vor- und Nachteile 🙂

    Liebe Grüße, Jessi
    http://moredolcevita.at

    • Kristina
      2017-05-24 / 9:20

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Du hast völlig Recht, besonders nach Stress oder Reisen genieße ich die Ruhe besonders 🙂 Zum Glück wohne ich aber nur in einem recht ländlichen Stadtteil, Zara und Co. sind trotzdem schnell zu erreichen, ein wichtiges Kriterium für mich 😀
      Liebe Grüße ♡Kristina

  7. 2017-05-28 / 13:18

    Ich lebe schon immer in Berlin und konnte mir nie etwas anderes als das Großstadtleben vorstellen. Mittlerweile sehne ich mich immer mehr nach Natur und etwas Entschläunigung. Ich habe oft das Gefühl eher in der Großstadt etwas zu verpassen, nämlich die Natur, das “reale” Leben. Hier hetze ich oft von Termin zu Termin, ärgere mich über die Bahn die erst in 10 Minuten wieder kommt etc. Aber das Leben ist wohl immer das, was man daraus macht.
    Ein toller Post.

    Liebste Grüße,
    Alina von Selfboost

  8. 2017-05-29 / 11:23

    Wahrscheinlich singen die meisten Girls vom Dorf diesen Song bis man das Dorf auch wieder schätzen lernt. Ich hatte damals überlegt, mitten in die Stadt zu ziehen. Aber dann war ich ehrlich zu mir, es wäre nicht das richtige! Mal ein Jahr in einer Stadt wie Hamburg oder Berlin war und ist noch immer mein Traum. Jedoch reicht es mir auch, mal eine Woche dort zu sein. Ich liebe es, dass die Natur direkt vor der Tür ist und man ganz schnell am Rhein oder im Wald sein kann. Dennoch liegt Karlsruhe nicht zu weit weg und wir sind oft in der Stadt.

    Wunderschönes Kleid! Ist das von Only? Wenn ja, dann habe ich es wohl heute morgen bei Zalando bestellt 🙂

    • Kristina
      2017-05-29 / 12:27

      Ich finde es auch wichtig, dass eine große Stadt zumindest in der Nähe ist! Das Kleid ist von Zaful, aber ich habe woanders schon ähnliche gesehen 🙂
      Liebe Grüße ♡Kristina

  9. 2017-05-31 / 14:12

    Liebe Kristina,
    Als erstes möchte ich dir sagen, dass ich dieses Kleid total entzückend finde. Die Fotos mit deinem Hund sind auch sehr gelungen.
    Und dann möchte ich noch schreiben, dass ich dich gut verstehe. Ich bin selbst jemand der gern in beiden Welten lebt. Brauche die Stadt und das Land, brauche das pulsierende Leben und den Trubel und dann wieder die Ruhe in der Natur. Das Vogelgezwitscher und das Zirpen der Grillen…
    Toller Blog…
    Liebe Grüße aus Graz
    Nicole
    http://www.grazermadl.at

  10. 2017-07-03 / 22:26

    Ach so schön, so authentisch! Ich fühle mich genauso, wenn ich die Stadt verlasse.
    Liebe Grüße,
    Sandra

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