fbpx

Dreiste Kooperationsanfragen/ Dubious Cooperation Inquiries

Dreiste Kooperationsanfragen/ Dubious Cooperation Inquiries

This post is written in English and German

Wir Blogger stecken viel Herzblut und auch Geld (ich will gar nicht zusammenrechnen, was unsere Fotoausrüstung mittlerweile Wert ist) in unser Hobby. Bei einigen ist das Hobby sogar zum Beruf geworden. Trotzdem scheint es immer wieder Unternehmen zu geben, die unsere Tätigkeit weder ernst nehmen, noch mit Respekt behandeln. Ich spreche hier nicht von Antworten, die ich von Firmen auf meine Initiative hin erhalten habe. Alle meine Beispiele sind Fälle, in denen das Unternehmen auf mich zugekommen ist.

Da mir langsam echt der Kragen platzt, möchte ich hier die drei frechsten aller Anfragen, die ich bekommen habe, mit euch teilen:

Platz 3:

Ein Online-Shop hat mich nach meinem Preis für eine dreimonatige Bannerwerbung in meiner Sidebar gefragt. Ich nannte höflich einen völlig angemessenen Preis. Daraufhin kam die empörte Antwort, dass dieser Preis viel zu hoch sei und andere das schon für fünf Euro machen würden. Fünf Euro für drei Monate Werbung?! Sagt doch gleich, dass ihr es umsonst wollt. Echt armselig!

Ich hätte die Aussage des Unternehmens gerne wortwörtlich zitiert, doch leider habe ich die E-Mail aus Wut sofort gelöscht.

Platz 2:

Ein Unternehmen bot mir an, Kleidung zu schicken, die ich dann in einem Outfitpost präsentieren sollte. Soweit so gut. Bei weiterer Nachfrage stellte sich dann heraus, dass ich mir die Kleidung nicht selbst aussuchen darf – und die Fotos würden schon drei Tage nach Versand erwartet. Alles klar.

 

Platz 1:

Dieses Beispiel schockiert mich immer noch. Dass ich auf mehreren Blogs gesehen habe, dass andere dieses über alle Maßen unseriöse Angebot angenommen haben, macht es nicht besser.

Eine namhafte deutsche Modefirma (ich hätte nie gedacht, dass dieses Unternehmen so unprofessionell arbeitet) wollte ihren Online-Shop gegen Geld beworben haben. Bestand aber darauf, dass dieser Post in keinster Weise als Kooperation gekennzeichnet werden darf.Ganz abgesehen davon, dass dies gegen die Google-Richtlinien verstößt, verstößt ein derartiges Vorgehen in Deutschland auch gegen das Gesetz, da so etwas verbotene Schleichwerbung wäre. (Ganz abgesehen davon, dass man als Blogger seine Leser schlichtweg verarscht.)

Und wer haftet rechtlich dafür? Im Zweifelsfall wohl der kleine Blogger. Ich bin immer noch über alle Maßen enttäuscht von dieser Firma, die ich eigentlich sehr mochte. Ich besitze mehrere Teile dieser Marke, werde es mir aber gründlich überlegen dort noch einzukaufen.

Habt ihr ähnliche Beispiele und Tipps, wie man damit umgeht? Das würde mich sehr interessieren.

We bloggers invest a lot of time and money in our hobby (or sometimes even job). I for example don’t want to know how much my photo equipment is worth – I think it is already a small car.
Nevertheless there still seem to be companies around that neither take us seriously nor treat us with respect. And I don’t talk about answers I got from companies, but about situations where companies approached me first. Because I got several really inappropriate inquiries lately, I really start getting angry. So I want to share my personal top three of brazen requests I got so far:

3rd Place: 

An online-shop asked what I charge for a three-months ad in my sidebar. I politely wrote them the reasonable price. Thereupon, the outraged reaction was that this amount was way too high and other bloggers would offer such an ad for five Euros.
Seriously, five Euros for a three-months long ad?! Just say that you want it for free. That is so ridiculous! I really wanted to quote from the e-mail they wrote me, but I was so upset that I had it instantly deleted.

2nd Place:

A company offered to send me clothes which I was supposed to show in outfit posts. So far so good. Then, upon request they told me that I could not choose the pieces myself – and they expected the photos three days after arrival. Allright.

1st Place:

I am still shocked about this example. It makes it additionally worse that I saw on several blogs that some bloggers actually took this highly dubious offer. But what happened?

A well-known German fashion brand (I had never ever trusted to do such things) wanted bloggers to write about their online-shop in exchange for a payment. BUT they insisted this post musn’t be marked as a sponsored post in any way.Apart from the fact that this is a violation of the Google guidelines, it is simply illegal in Germany. It is called surreptitious advertising which is against the law (and perhaps even worse for a blogger: you loose your credibility because your readers aren’t stupid!).

What makes me so angry is that very probably the blogger is the one who is liable. So it’s not really a risk for the company. I will think twice if I will ever buy clothes from this brand again…Do you have similar examples and some advice how to handle such requests? Let me know!

Bis bald
 
See you soon

♡ Kristina

 

23 Comments

  1. 2016-04-30 / 9:35

    I agree with your post. Keep up with the good work!

    wallvce.blogspot.pt

  2. 2016-04-30 / 9:38

    oh du schreibst mir aus der Seele…ich hatte auch sehr oft unseriöse Kooperationsanfrangen von Unternehmen, die ich als sehr seriös gesehen hatte..Das mit der Schleichwerbung ist wohl so'n Trend geworden…Hatte auch einige Kosmetikhersteller, die meinten ich soll betonen, dass ich das Produkt "aus freien Stücken" gekauft habe weil es "zur Zeit mega im Trend liegt"— So wie ich das dann auch auf mehreren Beautyblogs gelesen hatte.. Oder "bitte nutzen sie ausschließlich Euphemismen"…Das mache ich partout nicht, da ich leider selber oft genug auf andere Bloggerinnen reingefallen bin und die Bewertungen/Reviews als bare Münze genommen habe.Also bin ich brutal ehrlich und habe einige meiner Kooperationen verloren aber das ist mir egal..

  3. 2016-04-30 / 17:36

    Das liest sich wirklich richtig übel.
    Ich weiß auch gar nicht was das soll, wenn man nicht erwähnen darf,
    dass man dieses oder jenes Produkt von einer Firma kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen hat.
    Ich finde ein Unternehmen kommt viel sympathischer rüber, wenn es auf eine ehrliche Art und Weise mit Bloggern zusammen arbeitet.

    Liebe Grüße
    CherryPrincess

  4. 2016-04-30 / 19:01

    ich finde diese "schlimme kooperationsanfragen"-post so genial und amüsant
    obwohl es leider wirklich trauriger alltag ist
    mir verdirbt es mir manchmal sogar so sehr die lust, dass ich am liebsten gar nicht bloggen würde…immerhin steckt man so viel zeit (und geld) rein :/

    alles Liebe deine AMELY ROSE

  5. 2016-04-30 / 19:18

    ohweih das hört sich echt schlimm an. find ich sehr interessant mal sowas zu lesen 🙂

  6. 2016-05-01 / 6:29

    Super Beitrag! 🙂
    Es wird echt immer dreister!
    Vor allem finde ich es richtig lächerlich, wenn man sich als Gegenleistung nur Artikel zu einem geringen Wert aussuchen darf.

    Alleine ein Fotoshooting kostet eig. ca 180 Euro!
    Also bringt mir da ein Kleidungsstück für 10 Euro wirklich nichts 😀

    XX,
    Photography & Fashion Blog

    http://www.CHRISTINAKEY.com

  7. 2016-05-01 / 17:06

    Wow, da sind schon wirklich dreiste Sachen dabei. Bisher bin ich von sowas noch verschont geblieben und wenn nicht, hätte ich genauso wie du reagiert. Oft wird ja leider übersehen, dass so ein Blogpost schon so seine Zeit in Anspruch nimmt und das sollte dann auch gewürdigt werden. Dein erster Platz ist ja wirklich mal unverschämt. Ich weiß auch, dass man PR Samples immer kennzeichnen muss, würde es aber auch so von mir aus machen. Die Transparenz möchte man einfach zu seinen Lesern haben. 🙂
    Na, dann wünsche ich dir für die Zukunft mal nur freundliche und faire Anfragen! 🙂

    Liebe Grüße,
    Christina

  8. 2016-05-01 / 23:56

    Hi Kristina,
    diese Kooperationsanfragen klingen echt grausam, zum Glück hatte ich sowas noch nicht – aber mein Blog ist auch eher klein…
    Da werd ich aber schon fast neugierig, was das für Firmen sind, die sich sowas erlauben. Zumal, wie Du richtig sagst, am Ende höchstwahrscheinlich die Blogger dran sind und nicht die Firmen. Echt mies!
    Aber vielen lieben Dank für Deinen Kommentar – den Carrot Cake kann ich nur empfehlen, der Dad meines Freundes wünscht sich den immer von mir ^^

    Liebst
    Fran

  9. 2016-05-02 / 7:40

    Der Platz 1 ist ja wirklich ein starkes Stück!

  10. 2016-05-02 / 14:23

    Ich bin gerade wirklich schockiert. Niemals hätte ich gedacht, dass Kooperationen so ablaufen, ich dachte – naiv wie ich wohl bin – dass das mit mehr Respekt vonstatten geht. In meinem winzig kleinen Nischenblog bin ich für Kooperationen eh nicht von Interesse, zum Glück, muss ich jetzt sagen nachdem ich das gelesen habe. 😮 Fühl dich mal gedrückt, dein Blog ist wundervoll und ich liebe es, hier rein zu schauen und ganz oft Inspirationen mitzunehmen. 🙂

    LG aus Seis am Schlern

  11. 2016-05-02 / 15:42

    Ich finde es wichtig, dass die Leser wissen, wann ein Post gesponsert ist, bzw. dass es sich überhaupt um eine Kooperation handelt. Die Kennzeichnung dann zu verbieten geht also wirklich gar nicht…

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    http://themarquisediamond.de/

  12. 2016-08-22 / 8:21

    Was für ein interessanter Post. Ich hatte bisher schon einige Kooperationen, zum Glück aber noch nie so dreiste, wie jene die du aufgezählt hast. Das mit den Kleidern fände ich eigentlich noch in Ordnung, wenn sie dir vorher sagen würden, was genau sie dir zusenden und du dann immer noch zu- oder absagen könntest. Ansonsten geht das natürlich gar nicht!
    Als mein Blog noch ganz klein war (ist er ja eigentlich immer noch), habe ich auch mal einen Werbebanner gegen Bezahlung in die Sidebar gesteckt, der Preis lag da allerdings weit über 5€ (und mein Blog war da echt noch ziemlich am Anfang). :'D
    Ich kann das irgendwie überhaupt nicht verstehen, wie man seine Follower anlügen kann. Also ich könnte niemals ein schlechtes Produkt gut reden. (Man will ja auch irgendwie seine Enttäuschung loswerden! :D)
    Ich bin jetzt total neugierig geworden, um welche Firmen es sich überhaupt handelt. Falls du Lust und Zeit hast, würde ich mich total freuen, mich mit dir darüber auszutauschen. Ich bin jeder Zeit unter der Mail Adresse lisalareyna@gmail.com erreichbar. Oder auch einfach auf Insta Direct. 🙂

    Alles Liebe,
    Lisa von hashtagbeyourself.blogspot.ch | Instagram

  13. 2017-02-19 / 20:42

    Hi. Ich bekomme solche Anfragen ungefähr 1x pro Woche. Am besten sind auch solche, die follow links möchten, selbstverständlich ohne Kennzeichnung einer Kooperation.
    Oder noch besser: die hunderttausenden Agenturen mit ihren Standardmails, traumhaft 😛
    Ich hatte auch schon Anfragen für Amazon Bewertungen. Das Produkt sollte mir nach (!) meiner Bewertung zugeschickt werden 😀
    Das gehört wohl zum Geschäft. Sie würden nicht anfragen, wenn alle ablehnen würden. Es gibt wohl immer wieder welche, die da mitmachen.
    Schau doch mal bei uns vorbei: http://www.we-go-wild.com
    Liebe Grüße, Lydia

    • Kristina
      2017-02-19 / 21:12

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Ja, das mit der Amazon-Bewertung VOR dem Test wurde ich auch schon gefragt, ich dachte, ich höre nicht richtig! Werde mich gleich gerne auf deiner Seite umsehen 🙂
      ♡Kristina

  14. 2017-02-20 / 12:53

    Ich habe als Reisebloggerin ein “Angebot” bekommen über schmuck zu schreiben. Dafür muss ich mir die Kette kaufen. Im Gegenzug dafür bekomme ich einen gutschein, damit ich bei dieser Kette nur noch die Hälfte zahlen muss. Jetzt frage ich mich… Wo ist der Fehler?

  15. 2017-02-20 / 13:02

    Oh ja, das hört sich alles sehr vertraut an! Firmen scheinen sich wohl mitlerweile zu denken, es gäbe genug Blogger und irgendjemand wird schon auf ihr Angebot eingehen! Ich Lösche solche dreisten Emails auch immer sofort, bevor ich mich noch dazu hinreißen lasse eine passende Antwort zu geben! – http://howimetmystyle.com/

  16. 2017-02-21 / 9:28

    Ja, du sprichst mir aus der Seele. Ich bekomme auch dauernd Anfragen , ob für Posts oder Sidebarplätze, spezielle Aktionen, wie der Shop hat Geburtstag. Dann ist man dumm genug, sich hinzusetzen und Angebote zu erstellen und bekommt dann die Antwort: “Also ein Budget hatten wir dafür nicht vorgesehen!” (???). Also wenn einer der großen renommierten Online-Stores Geburtstag feiert, dann kauf ich mir dort auf eigene Kosten ein Partyhütchen, platziere deren Bannerwerbung und schreibe noch einen begeisterten Bericht for free, Waren kann ich mir dafür am besten selbst besorgen. Aber ich durfte mitfeiern. Und ich finde das nicht toll? Stimmt mit mir was nicht?

    Oder die kleinen Startups, die in der Garage Creme rühren und die soll ich jetzt anpreisen – die haben natürlich alles, aber als StartUp 0€ Marketingbudget. Ich bin nicht die Heilsarmee. und meine Rechnungen muss ich auch selbst bezahlen. Es ist oft ermüdend, was da so bei einem im Postfach landet.

    LG
    Chris

    • Kristina
      2017-02-21 / 18:18

      Liebe Chris,
      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ja, manche Anfragen wäre echt lustig, wenn es nicht so traurig wäre…
      Aber wir geben nicht auf!
      ♡Kristina

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

* Checkbox GDPR is required

*

I agree/ Zustimmung der Datenspeicherung lt. DSGVO


Looking for Something?