Monday Musing #30: The Instagram Trend I hate

English

As much as I love Instagram…

I do love Instagram – still. Since I am someone who started late with the app and therefore missed the first “good old days” anyway I always try to do my best to beat the algorithm. Despite the amount of advertisment and sponsored content and still find many photos inspiring. The Instagram shot of an influencer promoting a brand can still be good. I mean this is what makes a good influencer right? So I’m still learning everyday a lot about the business.

It is exciting and sometimes also absurd to watch how Instagram photo trends arise and go viral through the net. People wrap themselves in light chains, the Ikea sheepskin is always laying over at least one chair in the living or dining room and there is of course the letter-lightbox commenting on it. Just recently I wrote an ironic aricle in a German newspaper about how your home must be decorated as an Instagram influencer and really had to laugh. I have many of these interior pieces also in my apartment, so I’m not an exception.

Instagram Trend I hate

Who is the target group of such a photo?

However, there is one motif trend at the moment I really hate. Or to say it better: which worries me. I cannot show you an example in this blogpost because I don’t want to infringe photo rights or put a finger on someone in specific. But I’m sure that it is enough to describe you what I mean you will have several photos in mind. I’m speaking about a woman in her 20ties with not many clothes on, her hair in two braids holding an enormous teddybear. The photo is edited with a pink filter and contains very often a duck face. Meanwhile I have already seen at least a dozen of such photos and I have always the same question: Who should be the target group of such a picture? Twelve year olds? Or even worse: Pedophiles? Sure, with 28 years old I am happy if someone thinks I could be two or three years younger. I just don’t get why a grown-up has to act like a Lolita.

Sometimes I just wish we would question all these Instagram hypes more. Of course, I am also following trends. And I would not say that every single photo of my feed turned out perfectly. What I’m not willing to do, is to sell my self-respect for some likes. I do not pose in lingerie on a landing stage in the middle of winter. Just think about which message you want to send. With a certain age and a certain amount of followers there is also a role model function. At least, I don’t want to be ashamed of my account thinking about that my mum and my boss are following me (and they do!).

What is your opinion on that topic?

See you soon

♡ Kristina

PS: I changed my Instagram name to @inakristina, check out my feed!

 

 

Deutsch

So sehr ich Instagram liebe…

Ich liebe Instagram – immer noch. Als jemand, der relativ spät mit der App gestartet ist und damit die Anfangstage oder die “gute alte Zeit” gar nicht mitbekommen hat, versuche ich stets das beste aus dem Algorithmus zu machen. Trotz der vielen Werbung und gesponserter Inhalte finde ich auch immer noch viele Fotos inspirierend. Das Foto eines Influencers, in dem ein Produkt beworben wird, kann ja trotzdem toll gemacht sein. Das ist ja schließlich das, was einen guten Influencer ausmacht. – Und so lerne ich jeden Tag auf’s Neue dazu.

Es ist auch spannend und manchmal etwas absurd zu beobachten, wie sich Instagram-Foto-Trends rasend schnell durch’s Netz verbreiten. Da umwickeln sich Leute mit Lichterketten, das Ikea-Schaffell ist omnipresent und achja die gute alte Buchstaben-Lightbox kommentiert das Geschehen. Ich habe erst vor kurzem einen (ironischen) Artikel gelesen darüber, wie die Wohnung eines Instagram-Influencers eingerichtet sein sollte und musste wirklich schmunzeln (ihr findet ihn hier). Viele Einrichtungsgegenstände finden sich auch in meinen vier Wänden, da möchte ich mich gar nicht von ausnehmen.

Instagram Trend I hate

Wer soll die Zielgruppe eines solchen Bildes sein?

Doch da ist ein Motivtrend bei Instagram, den ich ganz schlimm finde. Vielmehr noch: er bereitet mir Sorge. Ich habe in diesem Blogpost leider kein entsprechendes Bild für euch, da ich zum einen keine Bildrechte verletzen möchte und zum anderen auch niemanden bloßstellen will.  Doch wenn ich es euch beschreibe, habt ihr sicherlich mehrere entsprechende Bilder vor Augen. Die Rede ist von einer leichtbekleideten Frau in den 20ern, häufig mit zwei geflochtenen Zöpfen, die ein riesiges Plüschtier hält. Das Ganze in der Regel in einem Rosa-Filter, häufig auch mit Schmollmund. Ich habe mittlerweile schon bestimmt zehn solcher Bilder auf Instagram gesehen und stelle mir jedes Mal die gleiche Frage: Wer soll bitte Zielgruppe eines solchen Bildes sein? Zwölfjährige? Oder viel schlimmer noch: Pädophile? Klar, ich freue mich mittlerweile, wenn mich jemand ein paar Jahre jünger schätzt. Doch ich verstehe es einfach nicht, warum sich eine erwachsene Frau als kindliche Lolita inszenieren muss.

Manchmal wünsche ich mir einfach, wir alle würden die Instagram-Hypes mehr hinterfragen. Klar folge auch ich Trends. Auch nicht jedes meiner Bilder würde ich als absolut gelungen bezeichnen. Doch für Likes verkaufe ich nicht meine Selbstachtung – und posiere im Winter in Spitzenunterwäsche auf einem Badesteg. Wir sollten uns deutlich überlegen welche Botschaft wir aussenden möchten. Mit einem gewissen Alter und Followerzahl geht meiner Meinung nach zudem eine Vorbildfunktion einher. Ich möchte mich jedenfalls nicht für meinen Account vor meiner Mutter oder meinem Chef schämen (beide folgen mir übrigens bei Instagram).

Was ist eure Meinung zu dem Thema? Das würde mich brennend interessieren!

Bis bald

♡ Kristina

PS: Ich habe meinen Instagramnamen auf @inakristina geändert, schaut doch mal vorbei!

4 Comments

  1. 2018-03-26 / 6:44

    Da bin ich total froh, dass ich meinen Account vor zwei Monaten gelöscht habe, denn ich vermisse es nicht mal. Mittlerweile scheint ein Account schon richtig viel Arbeit zu sein :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / http://www.goldzeitblog.de

  2. 2018-03-27 / 11:57

    Schön geschrieben und irgendwie wahr. Die Frage ist: Welche Rolle „spielt“ man eigentlich auf Instagram? Denn natürlich ist ein Bild in Spitzenunterwäsche im Schnee alles andere als realitätsnah. Dennoch verstehe ich die Intention des Creators hinter dem Bild. Er möchte entweder ein Produkt oder aber sich selbst (denn viele SIND selbst Marke und Produkt in einem!) auffällig aber ästhetisch in Szene setzen. Ein Model muss für ein Shooting ja manchmal auch völlig bescheuerte Sachen machen. Natürlich sind influencer keine Models aber das Ziel ist bei beiden das gleiche: Ein außergewöhnliches, auffälliges und möglichst ästhetisches Bild. Jeder setzt das natürlich anders um. Vielmehr ist das Problem die unterschiedliche Erwartungshaltung an Instagram: Die einen werben für #mehrRealitätaufInstagram und wollen bloß Einblicke in ihren Alltag teilen. Andere nutzen die Plattform um sich kreativ auszutoben – da gibt es kein schwarz oder weiß. 😉

    Liebe Grüße
    Verena

    http://www.my-philocaly.com

    • Kristina
      2018-03-27 / 20:09

      Liebe Verena,
      da hast du natürlich völlig Recht. Ich bin auch fernab davon, eine Verfechterin von mehr Realität auf Instagram zu sein. Mir geht es mehr darum, dass einige (oft sehr junge) Mädels vielleicht lieber zwei Mal nachdenken sollten, was sie im Netz hochladen. Die Studienzeit ist irgendwann vorbei und die Frage ist, ob man möchte, dass der Arbeitgeber einen halbnackt im Netz sieht. Im Grunde ist auch nichts gegen ein-zwei gut gemacht Unterwäsche-Fotos einzuwenden, doch einige scheinen nur noch dadurch Likes generieren zu wollen.
      Danke für deinen ausführlichen Kommentar!
      Kristina

  3. 2018-03-27 / 15:25

    That is disturbing when i see photos like that because it’s like who are these people trying to reach. I feel like people always want to show a certian persona on instagram but really people need to just start being themselves.
    http://sugarcoatedbears.blogspot.com/

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